logo pg liborius wagner Stadtlauringen

6. Ostersonntag

Jesus definiert Glauben als Freundschaft. Gott ist ein lebendiges Du, der uns in seinem Sohn Jesus angesprochen hat, damit wir ihm mit unserem Leben antworten. Aber was ist das, Freundschaft? Jesus sagt: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.“ Es geht also darum, dass wir lernen, was Jesus will und zu meiden, was er ablehnt. Natürlich sind wir schwache Menschen. Wir bleiben immer hinter diesem Anspruch zurück. Der Weg, den uns der Glaube zeigt, ist es immer neu zu beginnen. Jesus richtet uns auf. Er lässt nie im Stich. Doch in seinem Willen und seiner Weisung ist das gute Leben zu finden. Gott segne Sie, Ihr Pfr. Daigeler.

 

Liebe Besucher unserer Homepage,

Jesus Christus ist von seinem himmlischen Vater durch den Tod in die Auferstehung getragen worden. Jesus lebt. Das ist die Mitte des christlichen Glaubens. Das feiern in den 50 Tage der Osterzeit.

Aber wie kommen wir zu diesem Glauben? In einer Kindersendung heißt es: „Wer nichts fragt, bleibt dumm.“ Ja, vieles wissen wir aus Gesprächen, aus dem Zeugnis unserer Eltern, Lehrer, vertrauter Menschen und anderer. Zum Ostersonntag gehört die sogenannte Ostersequenz (Gotteslob, Nr. 320). Der erste Teil dieses Gesanges ist eine bildhafte Erzählung, was sich in der Osternacht zugetragen hat. Tod und Leben lagen im Kampf mit einander. Doch das Leben hat gesiegt.

Es folgt als zweiter Teil ein Gespräch mit Maria von Magdala. Diese Frau ist die erste Zeugin der Auferstehung: „Was hast du gesehen, Maria? Sag uns, was ist passiert?“ Und Maria Magdalena berichtet, wie der Engel, das leere Grab und schließlich die Begegnung mit dem auferstandenen Herrn sie zum Glauben geführt haben. Sie schließt mit ihrem Glaubenszeugnis: Christus, meine Hoffnung, ist auferstanden.

Die Ostersequenz ist ein Gespräch mit einer Zeugin der Auferstehung. In gewisser Weise ist die ganze Heilige Schrift ein Gespräch mit Zeugen des Glaubens. Glauben wird geweckt durch die Worte von Zeugen. An mir ist es, ob ich ihrem Zeugnis vertraue. Dabei gibt es so etwas wie die Gewissheit des Herzens. Aber es ist natürlich auch eine Frage der Glaubwürdigkeit. Darum ist die Glaubwürdigkeit unseres christlichen Lebens wichtig.

Wir haben das Zeugnis so vieler Frauen und Männer, die in Wahrhaftigkeit den Glauben an Christus gelebt haben. Die Ostersequenz endet mit dem Bekenntnis: „Scimus Christum surexisse. – Wir wissen, dass Christus auferstanden ist.“

Dass die Zuversicht und Freude dieses Osterglaubens Sie erfüllt, wünsche ich Ihnen.

Pfarrer daigeler

Gott segne Sie,

Ihr Pfarrer Dr. Eugen Daigeler

­