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29. Sonntag im Jahreskreis B

Ein guter Vater stellt sich in den Dienst seiner Familie – durch seine Arbeitskraft, durch seine Sorge und Liebe, durch seine Treue… Er wird aber auch an unbequeme Wahrheiten erinnern müssen – gerade aus Liebe. Das ist der Dienst der Kirche und ihrer Diener. Nicht weil sie klüger oder besser wären, sondern weil es ihr Dienst ist, das Wort Christi zu verkünden. Jeder ist freiwillig in der Kirche. Aber Christ zu sein, ist nicht unverbindlich. Es ist eine Bindung an Christus. Er kennt uns, unser Mühen, unsere Ohnmacht und auch unser Scheitern. Doch er will uns helfen, immer wieder aufzustehen und seinen Weg weiter zu gehen. Gott segne Sie, Ihr Pfr. Daigeler.

 

Liebe Besucher unserer Homepage,

Jesus betet kurz vor seiner Gefangennahme um die Einheit seiner Jünger: „Herr, lass sie eins sein“. Er verknüpft mit der Bitte eine Wirkung: „Damit die Welt glaubt“. Wer die Christenheit von außen ansieht, der wird nicht immer Einheit erkennen können. Auch in die Kirche ist vielfach das eingezogen, was man in der Gesellschaft als „Identitätspolitik“ bezeichnet. Gemeint ist, dass jede Gruppe lautstark und vehement ihre Einzelanliegen vorträgt. Wenn diese nicht erfüllt werden, fühlt man sich zurückgesetzt oder diskriminiert. Brücken zu schlagen oder Kompromisse zu finden, wird mit dieser Herangehensweise zunehmend schwerer.

Es gibt unterschiedliche Gruppen: Die einen meinen, wenn nur endlich die „Bremser“ überstimmt werden, dann gibt es die „zukunftsfähige“ Kirche. Andere meinen, um die Lauen sei es nicht schade und übersehen dabei, dass jeder gerettet werden soll…

Es gibt unzweifelhaft Glaubensfragen, über die nicht abgestimmt werden kann. Es gibt eine grundlegende Verbindlichkeit der Worte Christi. Das entbindet uns aber nicht davon, immer wieder um die Einheit zu ringen, dafür zu beten und dafür auch auf andere zuzugehen. Einheit ist mehr als Gleichgültigkeit. Schließlich bleibt ausnahmslos jeder von uns herausgefordert durch das Beispiel Jesu. Er fordert uns immer heraus, mehr Liebe zu wagen, mehr Geduld zu zeigen – und mehr zu glauben, dass die Zukunft der Kirche nicht an uns sondern an Gott hängt. Machen wir uns immer wieder auf diesen Weg. Mühen wir uns um die Einheit mit Christus und untereinander, damit die Welt IHN erkennt.

Pfarrer daigeler

Gott segne Sie,

Ihr Pfarrer Dr. Eugen Daigeler

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