Ökumenischer Jugendkreuzweg am 6. März 2026
„Was machen wir da?“, war vorab die Frage eines der rund 50 Firmlinge aus dem Schweinfurter Oberland, die am Ökumenischen Jugendkreuzweg teilnahmen. Das Kreuzweggebet geht den letzten Weg Jesu nach. Es wird nachgedacht über die Begegnungen Jesu mit Menschen, die Anteil nehmen oder helfen, und ebenso mit Menschen, die nur zuschauen, die spotten oder sogar verurteilen. Die Gebetstexte standen in diesem Jahr unter dem Thema „dahinter. Tiefer sehen, weiter gehen“.
Die Gruppe begann in der evangelischen Kirche in Altenmünster. Pfarrer Keßler war leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert, daher begrüßte Pfarrer Dr. Daigeler, der auch das Gebet leitete. Bereits an der ersten Station erklang der Taizé-Ruf: „Jesus, remember me when you come into your kingdom“, der wiederholend von Station zu Station gesungen wurde. Hannes Hußlein, Paul Zimmer und Jakob Keller, die auch die Organisation der Veranstaltung von Seiten der Kolpingjugend übernommen hatten, sprachen Meditationstexte, die eine Brücke zwischen Erfahrungen von Jugendlichen heute und dem Kreuzweg Jesu schlugen. Es ging um die Bedeutung von Verstandenwerden, Freundschaft, Ausgrenztwerden oder Verurteiltwerden. So führte der Weg der Jugendlichen über den Pfaffensteg von Altenmünster nach Sulzdorf. Gerade die 12. Station, die uns vom Tod Jesu berichtet, erinnerte an die Gewissheit, dass die Begegnung mit Gott verwandelt, dass er unsere Dunkelheit verwandeln kann.
So ging es singend „Christus, dein Licht verklärt unsre Schatten“ in die Sulzdorfer Kirche. Hier wurden Fürbitten gesprochen, und die Andacht endete mit dem Segen. Vor der Kirche war eine kleine Stärkung bei Gebäck und Getränken vorbereitet. Ein herzlicher Dank an alle, die mitgeholfen haben. Die Skepsis des Anfangs war durch das gemeinsame Unterwegssein, das Singen und Beten, die eindrucksvolle Stimmung im Licht der Fackeln gewichen – und auch der Firmling war zufrieden, mitgegangen zu sein.









